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Roberto Rotondo - Dipl.-Psychologe & Krankenpfleger

Veröffentlichungen

Marginalie zum Beitrag: Wenn Pflegekräfte Patienten töten...

Warnsignale im Krankenhaus

Der Gerichtsgutachter Herbert Maisch beschreibt in seinem Buch Patiententötungen »Warn- und Frühwarnsignale«, »Verleugnungsrituale«, sowie »Aufdeckungsbarrieren« im Umfeld der TäterInnen.

Typisch ist das Beispiel eines Wiener Krankenhauses, wo vier Pflegekräfte zwischen 1983 und 1987 nach eigenen Angaben bis zu 50 PatientInnen umgebracht haben. Eine Krankenschwester schaffte es, in diesem Zeitraum 2495 Ampullen eines Schlaf- und Beruhigungsmittels beiseite zu schaffen, obwohl der Verbrauch desselben Medikaments auf einer vergleichbaren Station nur 285 Ampullen betrug. Auf ihrer Station starben bis zu achtmal so viele Kranke wie bei anderen Schwestern.

Ein Jahr vor Aufdeckungen der Tötungen schöpfte eine Schwesternschülerin Verdacht, aber die Oberärztin nahm dies nicht ernst. Der Chefarzt wurde im April 1988 informiert, ein Jahr vor Verhaftung der Schwestern. Statt zu handeln, wurde geredet, Ergebnis der Konferenzen: Bei Verdacht sollen künftig Harn- und Blutproben genommen werden, im übrigen wurde »strengstes Stillschweigen« vereinbart. Die betroffenen Schwestern bemerkten die geheimen Vorgaben - und änderten ihre Tötungsmethode.

Erst elf Monate nach der ersten Konferenz wurde die Kontrolle des Arzneimittelverbrauchs beschlossen. Nach dem Tod einer weiteren Patientin wurden die Tötungen schließlich aufgedeckt.

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