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Roberto Rotondo - Dipl.-Psychologe & Krankenpfleger

Seminare & Fortbildungen

Umgang mit ergreifenden Erlebnissen im Rettungsdienst

Zielgruppe: RettungsassistentInnen

In einer Studie zu Streß verteilte Ravenscraft (1994) an 1420 Londoner Rettungssanitätern Fragebo­gen. Die Studie legte offen, daß die Mehrheit der untersuchten Sanitäter (52%) nicht nur in hohem Maße Streß ausgesetzt war, sondern 15% dieser Rettungssanitäter litt auch an einem Posttraumati­schen Belastungssyn­drom oder PTBS.

Eine Postraumatische Belastungsstörung ist weniger die Folge großer, aufsehenerregender Katastro­phen, sondern sie hängt häufig mit schwierigen Routinenotrufen zusam­men, wie z.B. tödlich verletz­te oder er­krankte Kinder, entstellte Leichen, tödliche Unfälle oder le­bensgefährliche Verletzungen von Kolle­gen oder Bekannten, Großschadensereignisse.

Institutionell organisierte Nachbespre­chungen (Debriefing) nach bela­stenden Ein­sätzen (z.B. Zugun­glücke), unterbleiben nicht sel­ten. Da oft nicht einmal monatliche Dienstbesprechungen auf den Ret­tungswachen stattfinden, geschweige denn Supervisionen angeboten wer­den, sind die Mitarbei­ter ge­zwungen, allein oder mit Unterstützung der Familie, mit den Stressoren fertig zu werden.

Das Seminar soll dazu beitragen, individuelle Belastungsschwerpunkte und die rettungsspezifischen psychosozialen und psychosomatischen Beanspruchungsfolgen besser erkennen zu können und ge­sundheitlichen Störungen vorzubeugen oder sie zu verringern helfen. Dazu ist es erforderlich, zwi­schen Streß- bzw. Burnoutsymptomen und denen der PTBS unterscheiden zu können. Das Seminar ist so angelegt, daß einerseits Fakten vermittelt werden und andererseits Raum für Gespräche da sein soll, um über besonders ergreifende Einsätze zu berichten.

Aus diesem Grund wird der Schwerpunkte des Seminars sich mit der PTBS befassen, aber sicher je nach Teilnehmerzusammensetzung schwanken.

Seminarkonzept

  1. Spezielle Belastungen im Rettungsdienst
    1. Einsatzbereiche im Rettungsdienst
    2. Zukünftige Entwicklungen von Risikoszenarien
    3. Belastungsprofil der Rettungsassistenten
    4. Physische Streßursachen
    5. Psychische Streßursachen
    6. Auswirkungen der Stressoren
  2. Streß
    1. Eustreß und Distress
    2. Allgemeine physiologische und psychische Reaktionen auf Streß
    1. Streßkonzept von LAZARUS & LAUNIER
  3. Burnout
    1. Symptome
  4. Posttraumatisches Belastungsstörung
    1. Mögliche Ursachen von Psychtraumata und der Umgang mit dem Trauma
    2. Normale körperliche Reaktionen nach erschütternden Ereignissen
    3. Normale psychische Reaktionen nach erschütternden Ereignissen
    4. Risikofaktoren oder Volnerabilitätsfaktoren
    5. Günstige Einflußfaktoren
    6. Sekundäre Viktimisierung (zum zweiten Mal zum Opfer werden)
    7. Ausbleiben sozialer Unterstützung
  5. Verarbeitung
    1. Was bedeutet Verarbeitung?
    2. Weshalb ist die Konfrontation im Team- bzw. Gruppengespräch (Debriefing) notwendig
    3. Verarbeitungsstrategien
  6. Tips zur Selbsthilfe.
    1. Checkliste 1: Was kann man selbst tun?
    2. Checkliste 2: Wann sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden?
    3. Checkliste 3: Ratschläge für das nähere Umfeld
  7. Bildung eines Nachbetreuungsteams
    1. Worauf sollte bei der Bildung eines Nachbetreuungsteams geachtet werden
    2. Was ist ein Kriseninterventionsteam (KIT)?
    3. Wann ein KIT- bzw. Nachbeteuungsteam einschalten?
  8. Supervision als Möglichkeit der professionellen Hilfe

Übersicht der Seminare & Fortbildungen als PDF-Datei (215 KB).
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